Das Gemeinschaftsprojekt des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen (ekn), evangelisch.de, EKD und Kirchenfernsehen.de ist bei den Zuschauerinnen und Zuschauern auf positive Resonanz gestoßen. In Spitzenzeiten haben mehr als 1700 Menschen aus aller Welt gleichzeitig das Geschehen über den Stream im Internet verfolgt - ingesamt waren es mehr als 25.000 Zuschauer. Die Server waren phasenweise so sehr überlastet, dass es einigen Interessierten gar nicht mehr möglich war, sich in die Liveübertragung einzuschalten. In der Vielzahl von Mails gab es lobendes Feedback auf die Möglichkeit, vor Ort sein zu können ohne vor Ort sein zu müssen. Auch die neue Ratsvorsitzende Dr. Margot Käßmann war begeistert und kam als Anerkennung des gelungenen Projektes nach ihrer Wahl als erstes in das Studio von ekn-Moderator Tobias Glawion.
Start der Übertragung war Dienstag, 27 Oktober, 9 Uhr. Über die Dauer und den Ablauf der Übertragung entschieden letztendlich die Wahlberechtigten für die Ratswahl: Übertragen wurde, bis die Mitglieder der Synode und der Kirchenkonferenz den neuen Rat und den Ratsvorsitz gewählt hatten. Da sich die Wahl in mehreren Wahlgängen und mit mehreren Auszählungen länger hinziehen konnte, hatten die Produzenten Einspielfilme über die Tagung der Synode in Ulm und Gespräche mit interessanten Vertreterinnen und Vertretern der Synode, mit Ratswahlkandidaten und mit erfahrenen Beobachtern der Synode vorbereiten. Ziel war es, die Zuschauer im „world wide web“ auch in den Zeiten, in denen im Plenum der Synode nichts geschah, über die Ereignisse und Zusammenhänge zu informieren.
Die Einspielfilme wurden vom Team des Evangelischen Medienhauses Stuttgart produziert, das schon seit Jahren bei den Tagungen der EKD-Synode mit Filmen im Internet über die Ereignisse der Tagungen berichtet. „Diese Erfahrung sichert eine Qualität, die wir für das neue Angebot brauchen,“ so Jürgen Kaiser, Geschäftsführer des Evangelischen Medienhauses Stuttgart. Die Ereignisse im Plenum wurden von Christof Vetter, Geschäftsführer des ekn, und die Gespräche im Wahlstudio von Tobias Glawion, Chefredakteur des ekn, moderiert.
Die Live-Übertragung wurde mit besonders hochauflösenden und handlichen Geräten übertragen, die der Hildesheimer IT-Spezialist und Mediziner Sascha Haenel entwickelt hat. Die Technik erlaubt es, von jedem DSL- oder sogar Mobilfunk-Anschluss in höchster Bildqualität Internet-Fernsehen zu senden. Dieses System wurde bisher vornehmlich bei Operationen eingesetzt. Unter anderem arbeitet die Kinderärztliche Abteilung der Medizinischen Hochschule Hannover mit dieser Technik.