Hilfe interaktiv

„Hilfe interaktiv“ ist eine wöchentliche Beratungssendung in Zusammenarbeit mit Diakonie und Caritas. Menschen in Not aus Niedersachsen berichten von 21 bis 22 Uhr im Gespräch auf sehr persönliche Weise, wie sie in scheinbar ausweglose Situationen geraten sind.

Zusammen mit Beraterinnen und Beratern der Diakonie und der Caritas werden am konkreten Fall Auswege aus der Krise beschrieben.
Während der Sendung ist ein Beratungstelefon geschaltet. Unter der Telefonnummer 0511 – 360 4 360 oder per Mail an hilfe(at)hilfe-interaktiv.de bekommt ihr ebenfalls Hilfe und Beratung.

Corona und Sucht, das sind zwei Themen die ganz dicht zusammenkommen, wenn die Angst um den Arbeitsplatz da ist, finanzielle Sorgen drücken, die Partnerschaft kriselt oder die Einsamkeit kaum noch zu ertragen ist. Cannabis, Alkohol, oder andere Rauschmittel werden jetzt vermehrt von Menschen jeden Alters konsumiert, um dem Alltag zu entfliehen. Oft bleibt es unentdeckt, weil keine direkten Kontakte zu Freunden, Kollegen oder zur Familie da sind. War die Sucht vorher schon ein Thema, verstärkt sie sich in dieser Zeit leicht und führt zu weiteren Krisen, auch zwischen den Partnern und der Familie. Die bekommen nun durch die längere, gemeinsame Zeit im Alltag mehr davon mit, ob jemand Geld bei Onlineglücksspielen verzockt, exzessiv Pornos guckt oder öfter zur Flasche greift. Auch im Lockdown können sich Angehörige und auch Betroffene vertraulich über ein Online-Beratungsangebot der Diakonie Hilfe holen. Deinesuchtexperten.de – so heißt die Beratungs-Seite und dort beantworten Suchtberater alle Fragen, auch Video-Chats sind möglich. Wie das Angebot genau funktioniert und woran man Spielsucht, Internet- und Sexsucht und auch den Alkoholmissbrauch erkennt, das berichten die Projektleiterin Andrea Strodtmann und zwei Mitglieder ihres Beratungsteams.

InterviewpartnerInnen:
Andrea Strodtmann, Referentin für Suchtfragen im DWiN und Leiterin
Leonie Rathmann, Sozialarbeiterin und Suchtexpertin für Glückspielsucht und Alkoholsucht
Daniel Rose, Sozialarbeiter und Suchtexperte für Mediensucht

Moderation: Angela Behrens

Für manche Kinder und Jugendliche kann es besser sein, nicht bei ihren Eltern groß zu werden. Das kann an Psychischen Erkrankungen der Eltern liegen, weil sie eine Gefahr für ihre Kinder sind oder weil sie überfordert sind. Wie bei Philipp aus Osnabrück. Für seine alleinerziehende Mutter war die Erziehung ihres Sohnes zu viel. Darum lebt er, seit er 12 Jahre alt ist, in betreuten Wohngruppen der stationären Jugendhilfe. So früh ohne die eigene Mutter leben war hart. Philipp hat sich in den meisten Einrichtungen unwohl und alleine gelassen gefühlt. Das ist anders, seit er im „Haus am Schlehenbusch“ der Diakonie Osnabrück wohnt. Warum er sich hier angenommen fühlt und wie sein Alltag in der Wohngruppe aussieht, darüber sprechen wir in Hilfe interaktiv.

Gesprächspartner:

Nanu Hoyer – Sozialarbeiterin im Haus am Schlehenbusch der Diakonie Osnabrück

Philipp – lebt seit 7 Jahren nicht mehr bei seiner Mutter und wohnt im Haus am Schlehenbusch

Moderation: Mareike Heß

Link zum Podcast

Weihnachten im Lockdown – das bedeutet alte Traditionen auf Eis zu legen und neue Wege zu gehen. Gottesdienste finden nur eingeschränkt und oft mit vorheriger Anmeldung statt. Dafür gibt es online viele Heiligabendgottesdienste und die Möglichkeit, eine Andacht zuhause zu feiern. Gerade für Kinder kann das sehr spannend sein. Wo es dazu Anleitungen gibt und über weitere alternative Angebote erzählt Katharina Schreiber-Hagen, Chefredakteurin des evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen und Bremen.

Einsam werden sich am Heiligabend viele Menschen fühlen. Da helfen gute, vertrauliche Gespräche, die Mut machen. Die Telefonseelsorge bietet die nicht nur zu den Weihnachtstagen an. Warum sich dort auch immer mehr junge Menschen melden, erzählt die Leiterin der Telefonseelsorge Hannovers, Kerstin Häusler.

Auch die Weihnachtsstuben, die oft von Wohnungslosen oder einsamen Menschen in jedem Jahr gut besucht werden, müssen dieses Jahr die Türen verschlossen halten. Die Diakonie und andere Projekte sorgen dafür, dass auch diese Menschen ein kleines Weihnachten mit gutem Essen und Geschenken erleben können. Wir berichten über Aktionen in Braunschweig und Hannover.

GesprächspartnerInnen:
Katharina Schreiber-Hagen, Chefredakteurin des evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen und Bremen
Kerstin Häusler, Leiterin der Telefonseelsorge Hannover
Thomas Spork, Projektleiter „Weihnachten für alle in Braunschweig"
Rainer Müller-Brandes, Stadtsuperintendent in Hannover

Redaktion/Moderation: Angela Behrens

Ihre Ansprechpartnerin

Katharina Schreiber-Hagen
Knochenhauerstr. 42
30159 Hannover
Tel.: 0511 360 699 0