Hilfe interaktiv

„Hilfe interaktiv“ ist eine wöchentliche Beratungssendung in Zusammenarbeit mit Diakonie und Caritas. Menschen in Not aus Niedersachsen berichten von 21 bis 22 Uhr im Gespräch auf sehr persönliche Weise, wie sie in scheinbar ausweglose Situationen geraten sind.

Zusammen mit Beraterinnen und Beratern der Diakonie und der Caritas werden am konkreten Fall Auswege aus der Krise beschrieben.
Während der Sendung ist ein Beratungstelefon geschaltet. Unter der Telefonnummer 0511 – 360 4 360 oder per Mail an hilfe(at)hilfe-interaktiv.de bekommt ihr ebenfalls Hilfe und Beratung.

Weg von Drogen und Gewalt, hin zu Respekt und Selbstachtung – das ist das Ziel des „Hoodtrainings“ – ein Projekt für Kinder und Jugendliche, das Daniel Magel aus Bremen Osterholz-Tenever gegründet hat. 
Menschen aus 90 Nationen leben in dem Hochhausviertel. Jeder Dritte von ihnen ist unter 18, viele sind arbeitslos. Daniel ist selbst vor über 20 Jahren als Spätaussiedler mit seiner Familie dort gelandet - und geblieben. Er kennt die Gefahren von Drogen und Kriminalität. 
Hoodtraining: Dazu gehört Rappen, Graffiti und vor allem das Sporttraining draußen in den Parks. Inzwischen gehört das Hoodtraining, das mit zum Diakonieverband gehört, zu den festen Angeboten der offenen Jugendarbeit in Bremen. 
Die Botschaft ist: Wer lernt, andere zu respektieren, wer sich selbst wertschätzt und körperliche und geistige Stärke aufbaut, der hat auch eine Chance im Leben, egal, woher er kommt. 
Friedtjof macht regelmäßig beim Training mit, war vorher depressiv und hat über das Hoodtraining genau das gefunden, was seiner Seele gut tut: Das Miteinander mit anderen, ohne Leistungsdruck und eine kreative Kultur, die für ihn Lifestyle geworden ist. 
 
Gesprächspartner:

Daniel Magel, Sozialarbeiter beim Hood Projekt für Kinder und Jugendliche
Friedtjof, Teilnehmer der Hood Trainings

Redaktion/Moderation: Angela Behrens

2021 (c) & (p) Evangelischer Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen GmbH
Veröffentlichungsdatum: 14. April 2021

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Seit über einem Jahr leben wir alle im Ausnahmezustand. Homeoffice, Homeschooling, Pandemiealltag. Arbeiten, lernen, Freizeit, fast alles findet nur noch zu Hause statt. So geht es auch Nadja Ruge aus Osnabrück. Sie hat 2 schulpflichtige Kinder und betreut die beiden, trotz schmerzendem Bandscheibenvorfall. Wie die Familie bisher durch die Corona-Zeit gekommen ist, erzählt sie uns bei Hilfe interaktiv. Außerdem sprechen wir mit Erziehungsexperten der Diakonie über Tipps und Tricks für den zermürbenden Pandemie-Alltag.
 
Autor*in: Birke Schoepplenberg
Moderation: Mareike Heß
 
2021 (c) & (p) Evangelischer Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen GmbH
Veröffentlichungsdatum: 07. April 2021
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Corona und Sucht, das sind zwei Themen die ganz dicht zusammenkommen, wenn die Angst um den Arbeitsplatz da ist, finanzielle Sorgen drücken, die Partnerschaft kriselt oder die Einsamkeit kaum noch zu ertragen ist. Cannabis, Alkohol, oder andere Rauschmittel werden jetzt vermehrt von Menschen jeden Alters konsumiert, um dem Alltag zu entfliehen. Oft bleibt es unentdeckt, weil keine direkten Kontakte zu Freunden, Kollegen oder zur Familie da sind. War die Sucht vorher schon ein Thema, verstärkt sie sich in dieser Zeit leicht und führt zu weiteren Krisen, auch zwischen den Partnern und der Familie. Die bekommen nun durch die längere, gemeinsame Zeit im Alltag mehr davon mit, ob jemand Geld bei Onlineglücksspielen verzockt, exzessiv Pornos guckt oder öfter zur Flasche greift. Auch im Lockdown können sich Angehörige und auch Betroffene vertraulich über ein Online-Beratungsangebot der Diakonie Hilfe holen. Deinesuchtexperten.de – so heißt die Beratungs-Seite und dort beantworten Suchtberater alle Fragen, auch Video-Chats sind möglich. Wie das Angebot genau funktioniert und woran man Spielsucht, Internet- und Sexsucht und auch den Alkoholmissbrauch erkennt, das berichten die Projektleiterin Andrea Strodtmann und zwei Mitglieder ihres Beratungsteams.

InterviewpartnerInnen:
Andrea Strodtmann, Referentin für Suchtfragen im DWiN und Leiterin
Leonie Rathmann, Sozialarbeiterin und Suchtexpertin für Glückspielsucht und Alkoholsucht
Daniel Rose, Sozialarbeiter und Suchtexperte für Mediensucht

Moderation: Angela Behrens

Für manche Kinder und Jugendliche kann es besser sein, nicht bei ihren Eltern groß zu werden. Das kann an Psychischen Erkrankungen der Eltern liegen, weil sie eine Gefahr für ihre Kinder sind oder weil sie überfordert sind. Wie bei Philipp aus Osnabrück. Für seine alleinerziehende Mutter war die Erziehung ihres Sohnes zu viel. Darum lebt er, seit er 12 Jahre alt ist, in betreuten Wohngruppen der stationären Jugendhilfe. So früh ohne die eigene Mutter leben war hart. Philipp hat sich in den meisten Einrichtungen unwohl und alleine gelassen gefühlt. Das ist anders, seit er im „Haus am Schlehenbusch“ der Diakonie Osnabrück wohnt. Warum er sich hier angenommen fühlt und wie sein Alltag in der Wohngruppe aussieht, darüber sprechen wir in Hilfe interaktiv.

Gesprächspartner:

Nanu Hoyer – Sozialarbeiterin im Haus am Schlehenbusch der Diakonie Osnabrück

Philipp – lebt seit 7 Jahren nicht mehr bei seiner Mutter und wohnt im Haus am Schlehenbusch

Moderation: Mareike Heß

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Ihre Ansprechpartnerin

Katharina Schreiber-Hagen
Knochenhauerstr. 42
30159 Hannover
Tel.: 0511 360 699 0